KONZERTE

 

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NEWS

Kritik: Kleine Zeitung vom 6. 3. 2008

"Konzert Art of Brass Vienna in Pöllau" von FRANZ BRUGNER

Für das Publikum wurden Geister beschworen Art of Brass hatte Zuhörer in seinem Lager. PÖLLAU. Musikalisches Lagerdenken ist dem "Art of Brass Vienna"-Ensemble absolut fremd. So gegensätzlich auch die Pole des Programms beim Auftritt des famosen Bläserquintetts im großen Freskensaal im Schloss Pöllau waren, man tänzelte mit behänder Leichtigkeit durch die verschiedenen Genres. Musikalisch wurde ein großen zeitlicher Bogen gespannt. Den Auftakt bildete eine fein ziselierte Fanfare von Claudio Monteverdi. Johann Sebastian Bachs Frömmigkeit artikulierte man mit viel Emphase, während der flotte "Banditengalopp" von Johann Strauß Vater vor purer Lebenslust sprühte. Über Fritz Kreislers "Liebesfreud" ging es schnurstracks zu Legenden wie George Gershwin und Astor Piazzola. Bei Letzterem war es auch erlaubt, dass Ausnahme-Trompeter Heinrich Bruckner die zwei kleinen Finger zum Mund führte und mehrmals kräftig pfiff. Das nennt man eben argentinisches Temperament. Mit seiner Braut, der Tuba, tanzte Jonathan Sass bei Miles Davis Klassiker "So what!", bevor man sich bei den Zugaben ganz der Improvisation verschrieb. "Eine Geisterbeschwörung", murmelte ein sichtlich amüsierter Zuhörer anerkennend.

 

Das ist unsere brandneue CD, aufgenommen zusammen mit dem

Ensemble "Vienna Horns"!
 

"Wandern mit Strauß, Schubert, Brahms"

Für den Pausenfilm des Neujahrskonzertes 2007 der Wiener Philharmoniker hat Art of Brass Vienna zusammen mit den Vienna Horns die Musik aufgenommen. Beide Ensembles waren auch in verschiedenen Szenen zu sehen. Eine CD mit diesen und weiteren Stücken, gespielt von beiden Ensembles, ist Mitte Dezember 2006 bei ORF CD erschienen. Mehr darüber gibt es unter der Sparte "CDs" zu erfahren.

 

Kritik: KURIER, Sonntag, 31. Dezember 2006 Kultur & Medien

"Blecherne Kunst für die Pause" Von GERT KORENTSCHNIG

Wenn Zubin Mehta am 1. Jänner um 11.15 Uhr das Podium betritt, um die Wiener Philharmoniker zum vierten Mal bei ihrem Neujahrskonzert zu dirigieren, sind rund 60 TV-Stationen live oder zeitversetzt dabei. Das Neujahrskonzert ist nicht nur ein künstlerisches Top-Event, sondern längst auch eines fürs TV. Da Konzerte aber – nicht selten zum Leidwesen der Besucher – auch Pausen haben, müssen diese televisionär gefüllt werden. Diese Chance einer enormen Breitenwirkung abseits der Klischees hat der ORF längst erkannt und versucht, die Pause künstlerisch zu gestalten. Diesmal hat Felix Breisach den Pausenfilm gestaltet. Und die Musik, die bereits auf einer CD erschienen ist, stammt von den Blechbläserensembles "VIENNA HORNS" und "Art of Brass Vienna". Zu hören gibt es hinreißende Arrangements von Strauß-Melodien, Mahler-Passagen, Bruckner-Symphonie-Auszügen etc. Alles präzise gespielt von den beiden Ensembles, bei dem jeweils nur große Könner am Werk sind. Für Freunde des Wiener Horns, dieses einzigartigen, klanglich phänomenalen und so schwierig zu spielenden Instruments, ein Muss.

KURIER WERTUNG: 4 von 5 möglichen Punkten

 

Kritik: FALTER, 1-2/07 Kultur

"Ohren auf! Heimvorteil in F" Von CARSTEN FASTNER

Die größte Überraschung beim Neujahrskonzert war heuer - das Pausenprogramm. Ergaben sich die blümchenumrankten Wiener Philharmoniker unter Zubin Mehta einmal mehr der sentimental betulichen Huldigung einer Wiener Form überkommener Urbanität, so machte sich der Pausenfilm wie gewohnt daran, die ruralen Reize der Republik zu rühmen. Sein Soundtrack aber hatte es in sich. Gar nicht so sehr aufgrund der gelungenen, aber erwartbaren Programmzusammenstellung besonders österreichisch klingender Schmankerl von Strauß, Schubert, Mahler, Bruckner, Brahms. Nein, wie da gespielt, genauer gesagt: geblasen wurde,das war schlicht atemberaubend.

Die 14 Hornisten der Vienna Horns und das personell verbandelte Blechquintett Art of Brass Vienna (zweimal Trompete, Horn, Posaune, Tuba) zeigten sich hochvirtuos und auf den Punkt präzise, dabei geschmeidig, agil und vor allem so farbenreich, wie man es von einer vermeintlich monochromen Besetzung einfach nicht erwarten würde. Spieltechnisch herausgefordert werden sie dabei noch von der eigenwilligen Bauart ihrer Instrumente, samt und sonders Wiener Hörner in F, die praktisch kein Orchester außerhalb Wiens mehr verwendet. Die vertrackten Dinger klingen freilich deutlich besser als "modernere" Modelle, was die ausgezeichneten Arrangements von Alexander Wagendristel, Heinrich Bruckner u. a. als Heimvorteil zu nutzen wissen. Nun ist das Programm, auf sechzig Minuten erweitert, unter dem Titel "Wandern mit Strauß, Schubert, Brahms" (ORF) auch auf CD erschienen.

 

Kritik: DIE PRESSE, SCHAUFENSTER, CD KRITIK KLASSIK, 12. Jänner 2007

"Blechkunst" Von WILHELM SINKOVICZ

Wer heuer das Neujahrskonzert im Fernsehen verfolgt hat, durfte sich nicht nur über die Begegnung mit den Wiener Philharmonikern freuen, sondern - zur Pause - auch über die Blechbläser-Ensembles Art of Brass Vienna und Vienna Horns.Die tönenden Austriaca, die da klingend durch die Musikgeschichte des Landes führten, setzten Musik der Strauß-Dynastie, virtuos arrangiert, ins Kontinuum der großen österreichischen Tradition zwischen steirischen Tänzen, Schubert, Bruckner, Mahler und Franz Schmidt. Wobei die versammelten Bläser, mehrheitlich aus Wiener Orchestern und allesamt auf Wiener Instrumentarium musizierend, enorme technische Meisterschaft mit hinreißendem Klangsinn zu mixen verstehen. Ob die prächtigen "Königsfanfaren" aus Schmidts "Fredigundis" oder das Jagdscherzo aus Bruckners Vierter: Dergleichen machte jedem Philharmonischen Ehre.

Wandern mit Strauß, Schubert, Brahms" Vienna Horns, Art of Brass Vienna (ORF)

PRESSE WERTUNG: 4 von 5 möglichen Punkten

 

Kritik: NEWS, EMPFEHLUNG DER WOCHE, KLASSIK CDs, 15. März 2007

"Wiener Hörner auf Wanderschaft"

Diesen Klang gibt es nur in Wien. Spitzenorchester dieser Stadt plegen das teuflisch schwer zu spielende Wiener Horn. Wer die Unverwechselbarkeit dieses Instruments erleben will, kann das nun mit Strauß, Schubert und Brahms tun. Hornisten mehrerer Wiener Orchester haben sich zur Formation "Vienna Horns" zusammengeschlossen.

Wandern mit Strauß, Schubert, Brahms" Vienna Horns, Art of Brass Vienna (ORF)